Wo ich herkomme...
Meine Oma hat nie mit uns geschimpft, und doch war alles in bester Ordnung: Nach der Schule wartete ein frischer Apfelsaft oder ein warmer Tee. Dann wurde der Küchentisch abgewischt und sorgsam getrocknet, damit wir unsere Hausaufgaben machen konnten. Wir durften im Garten helfen, waren immer selbstverständlich dabei - und Spiel und Spaß kam auch nicht zu kurz!
Höchstselten, vielleicht 2 oder 3 Mal im Ganzen, hab ich sie ruhig sagen hören: "Das machen wir nicht." Damit war es klar!
Damals, bei Oma Elly, hab ich eine Referenz bekommen - eine Ahnung wie es sein kann, wenn es gut ist.
...und wie ich dazu kam
Nicht alles in meiner Kindheit war Rose. Aber ich hatte Glück: Ich durfte früh in meinem Leben eine gute Erfahrung machen mit Therapie - bei einer Oberärztin, die den Mut hatte, auf ihrer Station in Ostberlin auf Medikamente weitgehend zu verzichten.
Dort hab ich erlebt wie es ist, wenn ich da sein darf mit allem was gerade in mir lebt. Begann mir selbst zu vertrauen: meinen Gefühlen, Impulsen, den Wahrheiten meines Körpers...
Die Veränderungen die das zuwege brachte, haben mich tief beeindruckt! So entstand der Wunsch, Therapie zu meinem Beruf zu machen.
GfK = gleichwürdig verständigen
Wie entsteht Ordnung? Im Großen wie im Kleinen. Eine Ordnung die dem Leben dient!
Durch das, was ich in der Arbeit mit Kindern in der Klinik, mit Familien und im Frauenhaus erlebte, wurde diese Frage immer lauter.
In der "Gewaltfreien Kommunikation" (GfK), der Lehre von Marshall Rosenberg fand ich Antworten.
Warum "Prisha"? Wurzeln...
Meine Eltern gaben mir den Namen Patricia.
Heute weiß ich: die "Patrizier" waren die Super-Reichen im Alten Rom. Menschen wurden versklavt, grausamst gequält - während jene im Luxus schwammen und die entstandene innere Leere im Wein ertränkten. 🙁
Das will ich nicht weiterführen!!
Die Abkürzung "Prisha" hat meine Nichte Helene erfunden, als sie 4 Jahre alt war. 🙂
Es ist ein slawischer Name, behaupte ich einfach: Masha, Sasha... Prisha :)
Damit möchte ich an einen Teil meiner Wurzeln erinnern: die Orte meiner Kindheit (Omsewitz, Briesnitz, Dresden), das Wendland und die Prignitz (wo ich heute lebe) - überall slawische Namen! Warum wissen wir eigentlich so wenig über die sorbisch-wendische, die elbslawische Kultur unserer Vorfahren?
"Prisha" hat noch einen Vorteil: Solche Namen gelten für Jungs UND Mädels. Das gibt Spielraum!
Ich mag nämlich nicht in eine Schublade gepreßt werden. In gar keine!!