Wo ich herkomme...
Meine Oma hat nie mit uns geschimpft, und doch war alles in bester Ordnung: Nach der Schule wartete ein frisch gepreßter Apfelsaft oder ein warmer Tee. Dann wurde der Küchentisch sauber gewischt und sorgfältig abgetrocknet, damit wir unsere Hefte ausbreiten konnten für die Hausaufgaben. Wir durften im Garten helfen, waren immer selbstverständlich dabei - und Spiel und Spaß kam auch nicht zu kurz!
Wenn etwas nicht stimmte, sagte sie ruhig: "Das machen wir nicht." Damit war das klar.
Damals, bei Oma Elly, hab ich eine Referenz bekommen - eine Ahnung wie es sein kann, wenn es gut ist.
...und wie ich dazu kam
Nicht alles in meiner Kindheit war Rose. Aber ich hatte Glück: Ich durfte früh in meinem Leben eine gute Erfahrung machen mit Therapie - bei einer Oberärztin, die den Mut hatte, auf ihrer Station in Ostberlin auf Medikamente weitgehend zu verzichten.
Dort hab ich erlebt wie es ist, wenn ich da sein darf mit allem was gerade in mir lebt. Begann mir selbst zu vertrauen: meinen Gefühlen, Impulsen, den Wahrheiten meines Körpers...
Die Veränderungen die das zuwege brachte, haben mich tief beeindruckt! So entstand der Wunsch, Therapie zu meinem Beruf zu machen.
Meine Haltung und Lieblings-Methoden
Nur was wir annehmen, kann sich wandeln. Ein Grundgesetz der Seele. 🙂
Lösungsorientiert heißt: Ich bin sicher, du weißt in deinem Leben besser Bescheid als ich. Darum geb ich lieber keine Ratschläge. Wir arbeiten gemeinsam daran, daß der Zugang wieder frei ist - zu deiner Fähigkeit selbst die passende Lösung zu finden.
EMDR ist mein liebstes Werkzeug geworden - besonders für den Umgang mit Traumata.
Von der systemischen Therapie hab ich gelernt, das GANZE mit zu betrachten. Das wo wir herkommen, das Drumrum.
Und Bioenergetik nach Wilhelm Reich hört auf die Wahrheit des Körpers. Eine Anspannung kann zum Beispiel ein unterdrückter Impuls sein, uns zu wehren oder zu fliehen. Wenn wir ihm nachgehen, die Spannung sich entladen lassen, entdecken wir manchmal ganze Geschichten!
Warum "Prisha"? Wurzeln...
Meine Eltern gaben mir den Namen Patricia.
Heute weiß ich: die "Patrizier" waren die Super-Reichen im Alten Rom. Menschen wurden versklavt, grausamst gequält - während jene im Luxus schwammen und die entstandene innere Leere im Wein ertränkten. 🙁
Das will ich nicht weiterführen!!
Die Abkürzung "Prisha" hat meine Nichte Helene erfunden, als sie 4 Jahre alt war.
Es ist ein slawischer Name, behaupte ich einfach: Masha, Sasha... Prisha :)
Das erlaubt es mir nämlich, an diese vergessenen Wurzeln zu erinnern: die Orte meiner Kindheit (Omsewitz, Briesnitz, Dresden), das Wendland und die Prignitz (wo ich heute lebe) - überall slawische Namen. Warum wissen wir eigentlich so wenig über die sorbisch-wendische, die elbslawische Kultur unserer Vorfahren?
"Prisha" hat noch einen Vorteil: Solche Namen gelten für Jungs UND Mädels 🙂
Das schenkt Freiraum! Ich mag nämlich nicht in eine Schublade gepreßt werden. In gar keine!!!
Was GfK mir bringt
GfK zeigt mir einen Weg, mich effektiv ab zu stimmen. Mit anderen und mit mir selbst.
Wenn es mir gelingt das Verurteilen/Abwerten sein zu lassen, wie Marshall es vorschlägt - findet sich viel leichter eine Lösung mit der ich wirklich zufrieden bin.
Diese Denkweise befreit mich vom sinnlos Streiten und zu einem großen Teil von Ärger und von Streß.
Ich kann äußern, was ich fühle und brauche - ohne einen Vorwurf zu machen.
Kann mich wehren und dabei doch in Verbindung bleiben. Das gibt mir Sicherheit!
Fühle mich "echter". Geborgen und zugleich beweglich.
Und es erfüllt ein tiefes Verlangen in mir nach Zuversicht - daß die Menschheit die Kurve kriegt...
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